VII. Eignungsuntersuchung und –feststellung (EUF)

Zwischen Mitte der 1960er Jahre bis 2011 hat der Psychologische Dienst der Bundeswehr eine "Eignungs- und Verwendungsprüfung" (EVP), seit 1994 "Eignungsuntersuchung- und feststellung" (EUF) genannt, bei Wehrpflichtigen durchgeführt. Die wissenschaftlich abgesicherte Untersuchung baute dabei auf Erfahrungen der Kriegs- und Wehrpsychologie auf, die sich mit dem 1. Weltkrieg entwickelt hat. Mit psychologischen Testverfahren sollten Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse des Wehrpflichtigen geprüft werden, um seine Eignung für den richtigen "Platz" in der Truppe festzustellen. Bis Mitte der 1960er-Jahre fanden solche Tests in der Bundeswehr überwiegend nur bei Personen statt, die sich freiwillig beworben hatten oder bei Soldaten, die innerhalb des Militärs für spezielle Funktionen vorgesehen waren.

Mit der wehrpsychologischen Prüfung erhofften sich die Militärplaner Erkenntnisse über Allgemeinwissen, Motivation, Intelligenz, Arbeitsverhalten, Charaktereigenschaften und psychologische Merkmale des Wehrpflichtigen. Die EUF ist die Fortsetzung der Musterung gewesen, um ein umfassendes Bild nicht nur über die körperliche, sondern auch über die psychologische Eignung des Wehrpflichtigen zu gewinnen.

(§ 17 Abs. 8 WPflG) Die EUF war und ist nicht Voraussetzung für eine Einberufung. Dies gilt für "Friedenszeiten" wie auch im "Spannungs- und Verteidigungsfall", durch welchen ein Wehrpflichtiger wieder zur Teilnahme an einer EUF gezwungen werden könnte.

Wehrpflichtinfos

von A bis Z

Die Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung e.V. hat sich zum
31. Januar 2015 aufgelöst.

 

Letzte Aktualisierung:
Dezember 2014.

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