Reservistenkonzeption
Der eigentlich militärische Zweck von Reservisten, im Spannungs- und Verteidigungsfall zu den Waffen gerufen zu werden, um die Bundeswehr auf Kriegsstärke zu bringen, ist spätestens 2003 entfallen. Die Abwehr eines militärischen Angriffs auf die Bundesrepublik wird nicht mehr geplant, weil es keinen solchen Gegner, keine solche Bedrohung gibt.
Erstmals sind mit der "Konzeption für die Reservisten und Reservistinnen der Bundeswehr" (Reservistenkonzeption, militärisches Kürzel KResBw) vom 10. September 2003 offiziell auch die Aufgaben und die Verwendung von Reservisten in der Bundeswehr vollkommen neu benannt worden.
Die Aufgabe der Reservisten liegt in der Unterstützung der aktiven Truppe bei Einsätzen im In- und Ausland. Beordert werden Reservisten hierfür nur auf freiwilliger Basis.
Reservistenkonzeption 2003 (Download PDF)
Am 11. November 2011 ist ein vom Verteidigungsminister de Maizère gebilligter Entwurf einer neuen "Konzeption der Reserve" vorgelegt worden. Dieser Entwurf ist unverändert am 1. Februar 2012 in Kraft getreten. Danach ist die Reserve der Bundeswehr in drei Kategorien eingeteilt: Die Truppenreserve dient der Verstärkung der aktiven Verbände im gesamten Einsatzspektrum, die Territoriale Reserve ist dem "Heimatschutz" zugeordnet und stellt Soldaten für die Zivil-Militärische-Zusammenarbeit (ZMZ) und unter Allgemeine Reserve werden alle nicht beorderten Reservisten zusammengefasst, die für einen größeren und langfristigen Aufwuchs der Bundeswehr bereitstehen.
Konzeption der Reserve (Download PDF)
