Oberst Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim

1. Geboren 25.03.1905, erschossen in der Nacht des 20./21.07.1944.

2. 1923 als Berufsoffizier in die Reichswehr eingetreten, 1928 Leutnant, 1931 Oberleutnant, 1935 Hauptmann, Teilnahme am Polen- und Westfeldzug, 1940 Major, 1941 in der Operationsabteilung im Heeres-Generalstabes eingesetzt, 1942 Oberstleutnant, Ende 1942 bis Mitte 1943 Stabschef des 24. Armeekorps an der südlichen Ostfront, 1943 Oberst, 1944 als Generalstabsoffizier an der Ostfront, am 17. Juni 1944 Nachfolger Stauffenbergs als Chef des Stabes im Allgemeinen Heeresamt.

3. Er begrüßte die NS-Machtübernahme und ließ sich 1933 freiwillig als Ausbildungsoffizier zur SA abkommandieren. In der Berliner Kriegsakademie wurde er von 1936 bis 38 zusammen mit Stauffenberg zum Generalstabsoffizier ausgebildet. Als Stabsoffizier bei der Organisationsabteilung des Generalstabs mit Beginn des 2. Weltkriegs eingesetzt. Nach dem Angriff auf die Sowjetunion trat er für eine humanere Behandlung der Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten ein. Seit 1943 war er an der Ausarbeitung der Staatsstreichplanungen beteiligt, am 20. Juli 1944 betrieb er im Bendlerblock maßgeblich und treibend den Umsturzversuch. Er wurde noch in der Nacht zum 21. Juli gemeinsam mit Mitverschwörern im Innenhof des Bendlerblocks erschossen.(1)



Anmerkungen:

(1) Quellen: Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Deutsches Historisches Museum

Publikationen zu militärkritischen, friedenspolitischen und wehrpflichtrelevanten Themen

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