General Erich Fellgiebel
1. Geboren 4.10.1886, hingerichtet am 4.9.1944.
2. Berufssoldat. Als Offiziersanwärter im September 1905 in die kaiserliche Armee eingetreten. Im 1. Weltkrieg im Generalstab. Mustergültige Offizierskarriere in der Nachrichtentruppe. 1928 Major, 1933 Oberstleutnant, 1934 Oberst, 1938 Generalmajor und Chef des Heeresnachrichtenwesens sowie Chef der Wehrmachtnachrichtenverbindungen im OKW. 1940 General der Nachrichtentruppe.
3. War an den Vorbereitungen des 20. Juli beteiligt. Am Tag des Anschlags war er in der „Wolfsschanze“. Er hatte die Aufgabe, die Nachrichtenverbindungen nach dem Attentat zur Außenwelt zu kappen und die Mitverschwörer im Berliner Bendlerblock zu informieren. Beides führte er unzureichend durch. Nach Berlin meldete er: „Es ist etwas Furchtbares geschehen: der Führer lebt!“(1) Mit diese unklaren Meldung stiftete er Verwirrung, schaffte jedenfalls keine Klarheit. Bis heute wird gerätselt, was er mit „etwas Furchtbares“ gemeint haben könnte. Nach dieser Meldung gingen die Mitverschwörer in Berlin zum Mittagessen. Auch die Nachrichtenleitungen wurden nicht völlig unterbrochen. So wurde Goebbels etwa 18 Minuten nach der Explosion telefonisch vom Attentat unterrichtet. Auch die Leitungen der SS blieben unbehelligt.(2)
Anmerkungen:
(1) www.dhm.de/lemo/html/biografien/StauffenbergClaus/
(2) Gerd R. Ueberschär. Stauffenberg. Der 20. Juli 1944, Frankfurt am Main 2004, S. 17.
