Jugendoffiziere in Schulen
Werbung, Staatsbürgerkunde, Meinungsfreiheit?
POSITIONENPAPIER 10 (Dezember 2011)
Arbeitsstelle Frieden und Abrüstung
Inhalt Jugendoffiziere machen Öffentlichkeitsarbeit für die Bundeswehr. Programm des Verteidigungsministeriums ist es deshalb, der Bundeswehr wie keiner anderen staatlichen Institution einen privilegierten Zugang zu Jugendlichen in Bildungseinrichtungen zu gewähren. Jugendoffiziere stellen in Schulen (und auch sonst in der Öffentlichkeit) "Sicherheitspolitik" dar, und zwar aus Bundeswehr-Perspektive. Das verstößt gegen Grundprinzipien politischer Bildung. Militärkritische und friedenspolitische Organisationen müssen ihre Forderungen nach einem "gleichberechtigten Zugang" an Schulen differenziert formulieren, um nicht ungewollt das Auftreten von Soldaten zu legitimieren.
Jugendoffiziere in Schulen. Werbung, Staatsbürgerkunde, Meinungsfreiheit?
